Ju-Jitsu


KURSE

Bonsai (4-6 Jahre)
Die Kinder erlernen die Grundlagen der japanischen Kampfkunst. Im Vordergrund stehen Fallschule, Bodentechniken und erste einfache Wurftechniken.
Kids (7-11 Jahre)
Ab 7 Jahren lernen Knaben und Mädchen die Prinzipien der Selbstverteidigung vor allem anhand der Wurftechniken.
Teens (12-16 Jahre)
In dieser Stufe wird das Programm um Hebel und Schlagtechniken ergänzt. Sichere und gelenkschonende Ausführung steht im Vordergrund.
Erwachsene
Die Erwachsenen erlernen alle Techniken dieses umfangreichen Selbstverteidigungssystem. Wurf-, Hebel-, Schlag-, und Würgetechniken ermöglichen die Abwehr und Kontrolle von bewaffneten und unbewaffneten Angreifern.

Unser Ziel ist es den Körper stark, nützlich und gesund zu machen, während gleichzeitig durch geistige und moralische Disziplin der Charakter geformt wird.

GESCHICHTE

Ju-Jitsu ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Ju-Jitsu kann unabhängig vom Alter und Geschlecht trainiert werden und bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Selbstverteidigung und (unter anderem durch Stärkung des Charakters und Selbstbewusstseins) auch zur friedlichen Lösung von Konflikten.

Ju-Jitsu wurde von Samurai praktiziert, um bei einem Verlust oder Verbot der Hauptwaffen (Japanisches Schwert (Katana), Speer, Schwertlanze, Bogen) waffenlos oder mit Zweitwaffen weiterkämpfen zu können. Es wurde zunächst als geheime Kunst nur innerhalb des Adels weitergegeben, im Laufe der Zeit wurde es aber auch von nichtadligen Japanern ausgeübt.

Ziel des Ju-Jitsu ist es, einen Angreifer (ungeachtet dessen, ob er bewaffnet ist oder nicht) möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoss-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Ju-Jitsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern (nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“) so viel wie möglich der Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden.

Jigoro Kano studierte in seiner Jugend Ju-Jitsu unter vielen bedeutenden  Meistern in ganz Japan. Konfrontiert mit verschiedenen Lehrweisen einzelner Techniken suchte er nach einem gemeinsamen Prinzip das in allen Techniken (Würfe, Schläge, Tritte, Hebel- und Würgetechniken)  dem Ju-Jitsu zugrunde lag. Nach eingehenden Studien entdeckte er ein alles beherrschende Prinzip: der möglichst wirksame Gebrauch von geistiger und körperlicher Energie.

Mit diesem Grundgedanken im Hinterkopf betrachtete er nochmals alle gelernten Methoden von Angriff und Verteidigung und behielt nur jene bei, die im Einklang mit diesem Prinzip waren. Dies war die Geburtsstunde des Judo (damals noch Kano Ju-Jitsu). Mit dem neuen Prinzip gab er dem Selbstverteidigungssystem einen neuen Namen (Judo) um es von den Lehrmethoden des traditionellen Ju-Jitsu unterscheiden zu können.

1882 gründete Professor Kano die Schule Kodokan, wo er dieses Prinzip einer wachsenden Anzahl Schülern unterrichtete. Mit steigender Popularität entwickelte sich Judo weiter. Schlag und Tritttechniken wurden entfernt und das heutige Wettkampfjudo  entstand.

Im Budo-Team wird nicht wettkampforientiert, sondern im Fokus auf Selbstverteidigung trainiert. Nach den Prinzipien und Techniken von Jigoro Kano trainieren wir das traditionelle Judo, oder eben Kano-Ju-Jitsu. Um Verwechslungen mit dem Wettkampfsport vorzubeugen, nennen wir es ‚Ju-Jitsu‘.