Geschichte


Der Hanbo (半棒) oder zumindest der Begriff entstand seiner Bezeichnung nach aus der Hälfte eines Bo (Han „halb“, Bo „Stock“). Er gehört mit seiner Länge von ca. 91cm zu den Schlag- und Stoßwaffen.

Hanbo

Das Hanbo-Jitsu hat seinen Ursprung in der Samuraiepoche. Der Hanbo gehörte in Japan zu den klassischen Waffen und hat seinen Ursprung auf Okinawa. Er kam vor allem bei Bauern und Mönchen zum Einsatz, da diesen das Tragen von Schwertern und Waffen verboten war.

Der Hanbo zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus, so lassen sich damit Schlag-, Stoss-, Hebel-, Festlege- und Transport-techniken ausführen. Zudem bietet er gegenüber modernen Waffen wie Messern und Pistolen einen grossen Vorteil: Mit ihm lassen sich Angriffe abwehren, ohne dem Angreifer ernsthafte Verletzungen zuzufügen.

Das Hanbo-Jitsu ist eine gute Ergänzung zu unserem ansonsten waffenlosen Ju-Jitsu. Gerade bei bewaffneten Angreifern ist es von Vorteil, wenn man selber auch eine Waffe zur Hand hat. In der realen Anwendung können die Techniken auch mit einem Spazierstock oder Regenschirm ausgeführt werden und sind somit durchaus alltagstauglich.

Durch seine geringe Größe ist er recht leicht zu verbergen und kann unter anderem durch Handgelenkdrehungen in schnellen Attacken effektiv im Kampf eingesetzt werden. Allerdings bestehen nur etwa 20 % der Anwendungen mit dieser Waffe aus Stößen und Schlägen. Viel mehr wird der Hanbo zum Hebeln eingesetzt.